Schutzschalter beim Frequenzumformer

Müssen an FU`s spezielle Fehlerstromschutzschalter verbaut werden?

Handelsübliche Schutzschalter vom Typ A oder AC Geräte können Wechselströme erfassen.
Sämtliche elektronische Geräte bzw. Geräte mit Leistungselektronik, wie z.B. Frequenzumrichter und Wechselrichter, erzeugen eine sogenannte „bipolare, pulsweiten-modulierte“ Ausgangsspannung, welche Frequenzen bis zu 20 kHz aufweisen können.
Im Fehlerfall können diese Betriebsmittel also, neben normalen den 50 Hz-Wechsel- und Pulsgleichfehlerströmen – auch Gleichfehlerströme oder Wechselfehlerströme unterschiedlichster Frequenzen sowie Mischfrequenzen bilden.




Ein „normaler“ Schutzschalter kann diese Gleichströme nicht erkennen. Ein Schutzschalter vom Typ B muss somit eingesetzt werden.
Diese Schutzschalter sind in den Anschaffungskosten viel teurer als die normalen Schutzschalter !!
Wenn am FU also ein Fehlerstromschutzschalter gesetzt werden muss, so muss ein allstromsensitiver FI-Schalter, auch FI-Schalter Typ B genannt, eingebaut werden.

In der VDE 0100-530 steht dazu:
„Wenn Teile elektrischer Betriebsmittel, die auf der Lastseite einer Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD)
reine Gleichfehlerströme erzeugen können, dann muss die Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) vom Typ B sein.“